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Woyzeck

von Georg Büchner 

Stückdauer: ca. 1 Stunde, 20 Minuten , keine Pause
Premierendatum: 08.03.2019

Die reale Tragödie des arbeitslosen Friseurs Johann Christian Woyzeck, der die Frau, die er liebt, tötet und 1824 hingerichtet wird, gab den Anstoß für Büchners dramatisches Fragment über den Soldaten und Barbier Franz Woyzeck. Um seiner geliebten Marie, mit der er ein Kind hat, Geld geben zu können, stellt Woyzeck sich für zwielichtige medizinische Forschungen zur Verfügung. Als herauskommt, dass Marie ihn mit dem Tambourmajor betrügt, nimmt er ihr das Leben. Büchners WOYZECK erzählt die berührende Geschichte eines einfachen Menschen, der, gesellschaftlich chancenlos, an den Verhältnissen verzweifelt und zum Mörder wird. Regie führt Alice Buddeberg, dem Schweriner Publikum bereits durch LILIOM und RONJA RÄUBERTOCHTER bekannt.

„ Bezwingend intensiv: „Woyzeck“ in Schwerin […] Alice Buddeberg lässt in ihrer Inszenierung den heißen Atem, mit dem der Autor sein Dramenfragment in kürzester Zeit hinfetzte, unmittelbar spüren. Achtzig Minuten Spannung und Anspannung in einer Aufführung, die bei der Premiere mit starkem Beifall quittiert wurde. Woyzeck wird hier von einer Schauspielerin verkörpert, und dies ist mal keine bloß modische Marotte, sondern ein schlüssiges Zeichen für die Fremdheit des Protagonisten in einer abweisend kalten Welt. Aufregend, wie Hannah Ehrlichmann der Figur neue Farben und Töne abgewinnt. Sie, die mit bezwingender Intensität spielt, zeigt Woyzeck nicht mehr ausschließlich als den sonst oft präsentierten jungen Mann, der von inneren Furien gehetzt und von Mitmenschen ausgebeutet und gedemütigt wird – sie führt ihn auch vor als einen, der sich auf seine Weise wehrt und mit stiller Kraft aufbegehrt. Ein sich tief einprägender Woyzeck. “

„ In einer Pfützenlandschaft erhebt sich eine Schräge, zum Teil noch mit Fliesen besetzt, zum anderen Teil liegen diese abgeschlagen davor. Im Hintergrund steht ein altes Sofa. Die (Bühnen-)Welt scheint in ruinösem Zustand. Es ist die Welt des Franz Woyzeck (Ausstattung: Emilia Schmucker). Hier sprechen die Figuren den neu zusammengesetzten Text. Woyzeck, von der mehr als beachtenswerten Schauspielerin Hannah Ehrlichmann verkörpert, tritt irritierend kraftvoll auf. “

„ Die Idee in Schwerin, neben einem erstklassig aufgelegten Ensemble aus acht Figuren und einer E-Werk-Bühne, die wie gemacht zu sein scheint für dieses Stück, ist durchaus etwas neu. [...] Alice Buddeberg räumt das Stück von hinten auf, lässt es nach gut einer Stunde in seine Einzelteile zerfallen und erlaubt sich sogar den kleinen, gelungenen Scherz der Figurenauflösung, die Anfang der Nullerjahre so gefunzt hat. [...] die männliche Hauptrolle mit einer Frau besetzt – glänzend, großartig, existenzialistisch Hannah Ehrlichmann. Der Kern dieser Inszenierung liegt in dem Ansatz begründet, dass Gott wohl eher einen schlechten Tag hatte, als er den Menschen kreierte. Affen, Bären, Löwen alles gut. Aber der Mensch? Da muss irgendwas schief gelaufen sein. Fehler im System. “

„ Der Premierenbeifall am Freitagabend war lang und verdient. [...] Büchner [...] versucht wie in „Dantons Tod“ auch hier zu ergründen, was das ist, „was in uns lügt, mordet, stiehlt.“ Was also auch diesen harmlosen Soldaten dazu treibt, seine geliebte Marie zu ermorden. In der Inszenierung von Alice Buddeberg und im Spiel von Hannah Ehrlichmann als Woyzeck wird genau das fühl- und erfahrbar. Wie sie den gehetzten, armen, gedemütigten und für medizinische Zwecke missbrauchten Woyzeck spielt – unaufgeregt, im Inneren zerrissen, doch gerade nicht so gehetzt, wie der Hauptmann behauptet, in der Verzweiflung am Leben oft wie erstarrt, das rührt ans Herz und macht die soziale Tragödie, um die es Büchner ging, um so eindringlicher. “

11.03.2019, Holger Kankel

Woyzeck

von Georg Büchner 

Die reale Tragödie des arbeitslosen Friseurs Johann Christian Woyzeck, der die Frau, die er liebt, tötet und 1824 hingerichtet wird, gab den Anstoß für Büchners dramatisches Fragment über den Soldaten und Barbier Franz Woyzeck. Um seiner geliebten Marie, mit der er ein Kind hat, Geld geben zu können, stellt Woyzeck sich für zwielichtige medizinische Forschungen zur Verfügung. Als herauskommt, dass Marie ihn mit dem Tambourmajor betrügt, nimmt er ihr das Leben. Büchners WOYZECK erzählt die berührende Geschichte eines einfachen Menschen, der, gesellschaftlich chancenlos, an den Verhältnissen verzweifelt und zum Mörder wird. Regie führt Alice Buddeberg, dem Schweriner Publikum bereits durch LILIOM und RONJA RÄUBERTOCHTER bekannt.

Stückdauer: ca. 1 Stunde, 20 Minuten , keine Pause
Premierendatum: 08.03.2019

Auszüge aus Pressestimmen

Bezwingend intensiv: „Woyzeck“ in Schwerin […] Alice Buddeberg lässt in ihrer Inszenierung den heißen Atem, mit dem der Autor sein Dramenfragment in kürzester Zeit hinfetzte, unmittelbar spüren. Achtzig Minuten Spannung und Anspannung in einer Aufführung, die bei der Premiere mit starkem Beifall quittiert wurde. Woyzeck wird hier von einer Schauspielerin verkörpert, und dies ist mal keine bloß modische Marotte, sondern ein schlüssiges Zeichen für die Fremdheit des Protagonisten in einer abweisend kalten Welt. Aufregend, wie Hannah Ehrlichmann der Figur neue Farben und Töne abgewinnt. Sie, die mit bezwingender Intensität spielt, zeigt Woyzeck nicht mehr ausschließlich als den sonst oft präsentierten jungen Mann, der von inneren Furien gehetzt und von Mitmenschen ausgebeutet und gedemütigt wird – sie führt ihn auch vor als einen, der sich auf seine Weise wehrt und mit stiller Kraft aufbegehrt. Ein sich tief einprägender Woyzeck.

In einer Pfützenlandschaft erhebt sich eine Schräge, zum Teil noch mit Fliesen besetzt, zum anderen Teil liegen diese abgeschlagen davor. Im Hintergrund steht ein altes Sofa. Die (Bühnen-)Welt scheint in ruinösem Zustand. Es ist die Welt des Franz Woyzeck (Ausstattung: Emilia Schmucker). Hier sprechen die Figuren den neu zusammengesetzten Text. Woyzeck, von der mehr als beachtenswerten Schauspielerin Hannah Ehrlichmann verkörpert, tritt irritierend kraftvoll auf.

Die Idee in Schwerin, neben einem erstklassig aufgelegten Ensemble aus acht Figuren und einer E-Werk-Bühne, die wie gemacht zu sein scheint für dieses Stück, ist durchaus etwas neu. [...] Alice Buddeberg räumt das Stück von hinten auf, lässt es nach gut einer Stunde in seine Einzelteile zerfallen und erlaubt sich sogar den kleinen, gelungenen Scherz der Figurenauflösung, die Anfang der Nullerjahre so gefunzt hat. [...] die männliche Hauptrolle mit einer Frau besetzt – glänzend, großartig, existenzialistisch Hannah Ehrlichmann. Der Kern dieser Inszenierung liegt in dem Ansatz begründet, dass Gott wohl eher einen schlechten Tag hatte, als er den Menschen kreierte. Affen, Bären, Löwen alles gut. Aber der Mensch? Da muss irgendwas schief gelaufen sein. Fehler im System.

Der Premierenbeifall am Freitagabend war lang und verdient. [...] Büchner [...] versucht wie in „Dantons Tod“ auch hier zu ergründen, was das ist, „was in uns lügt, mordet, stiehlt.“ Was also auch diesen harmlosen Soldaten dazu treibt, seine geliebte Marie zu ermorden. In der Inszenierung von Alice Buddeberg und im Spiel von Hannah Ehrlichmann als Woyzeck wird genau das fühl- und erfahrbar. Wie sie den gehetzten, armen, gedemütigten und für medizinische Zwecke missbrauchten Woyzeck spielt – unaufgeregt, im Inneren zerrissen, doch gerade nicht so gehetzt, wie der Hauptmann behauptet, in der Verzweiflung am Leben oft wie erstarrt, das rührt ans Herz und macht die soziale Tragödie, um die es Büchner ging, um so eindringlicher.

Schweriner Volkszeitung, 11.03.2019, Holger Kankel

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