Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung der Aufrufe. Sie haben auf dieser Webseite die Möglichkeit personenbezogene Daten zu übermitteln. Ihr Besuch auf dieser Webseite kann von externen Unternehmen ausgewertet werden. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Väter und Söhne

nach Turgenev von Brian Friel 
Deutsch von Inge und Gottfried Greiffenhagen 

Stückdauer: ca. 3 Stunden, 15 Minuten , eine Pause
Premierendatum: 26.04.2019

Zwei junge Männer kehren vom Studium zurück in die Provinz – und glauben an nichts mehr. Die jungen Nihilisten stellen nicht nur ihre Väter, sondern gleich jegliche Autorität in Frage. Was nichts nützt soll weg, um Platz für eine neue, gerechtere Gesellschaft zu machen. Dabei stützen sich die Sozialrevolutionäre auf wissenschaftliche Erkenntnisse, während Religion, Tradition und romantische Gefühle für sie auf den Misthaufen der Geschichte gehören. Beim Besuch der Eltern – die oft gar nicht so gestrig sind, wie die Jungen meinen – wird jedoch schnell klar, dass das Leben komplizierter ist, als revolutionäre Manifeste behaupten. Wie stark ist man von der Vergangenheit bestimmt? Wo grenzt man sich ab, wo will man dazugehören? Und schlägt das Herz beim Besuch der faszinierenden Gutsbesitzerin Odinzowa und ihrer freiheitsliebenden Schwester nicht doch ein bisschen schneller?   

Väter und Söhne löste bei seiner Erscheinung 1862 Stürme der Entrüstung aus – und wurde doch zum Klassiker. Eindrücklich wird darin vom Konflikt zwischen den Generationen erzählt, von Ängsten und Hoffnungen in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs und von der Zerbrechlichkeit von Liebe und Freundschaft. Turgenjev – dieser große russische Realist und Weltbürger – zeichnet ein Gesellschaftsbild, das sowohl liebevoll als auch schonungslos ist. Und seine genaue Beobachtung von menschlichem Verhalten, von Familiendynamiken und dem Streben nach Glück hat nichts an Relevanz eingebüßt.

Sascha Hawemann, ein Kenner und Liebhaber der russischen Literatur, inszeniert erstmals in Schwerin und bringt VÄTER UND SÖHNE als großes Schauspielertheater auf die Bühne. Er war Hausregisseur am Centraltheater Leipzig und arbeitete u. a. am Theater Chemnitz, Theater Magdeburg, Maxim-Gorki-Theater Berlin, Staatstheater Nürnberg, Schauspiel Hannover, Nationaltheater Weimar, Theater Bielefeld, Theater Bonn sowie am Theater Dortmund. Seine Inszenierungen erhielten mehrfach Einladungen zu Festivals.

Inszenierung Sascha Hawemann
Bühnenbild Wolf Gutjahr
Dramaturgie Jenny Flügge
Mit:
Arkadij Nikolajitsch Kirsanow Janis Kuhnt
Jewgenij Wasiljew Bazarow Robert Höller
Nikolai Petrowitsch Kirsanow Martin Brauer
 
Pawel Petrowitsch Kirsanow Jochen Fahr
Wasilij Iwanowitsch Bazarow Martin Neuhaus
Fenitschka Fedosja Nikolajewna Katia Fellin
Anna Sergejewna Odinzowa Jennifer Sabel
Katerina Sergejewna Julia Keiling
Vera, eine Revolutionärin Julia Keiling
Prokofjitsch Klaus Bieligk

„ Hawemann übersetzt Turgenjews Wortgemälde-Realismus um die Sinnsuche in einer abgestandenen Gesellschaft in episodisch geschnittene Szenen: nachdenkliche, expressive, komödiantische, auch lyrische, auch witzige mit dem Hauch des Absurden. Da lodern die Emotionen. ... Charakterzeichnung aber ist das Wesen dieser an Stimmungen reichen Inszenierung auf der Bühne von Wolf Gutjahr, die zwischen fixierten und mobilen Orten viel Anregung gibt für Fantasie. ... Wenn [Jennifer Sabels Anna] mit dem Ruf „Nach Moskau“ Tschechows „Drei Schwestern“ zitiert, der Diener von Klaus Bieligk dem Lakai Firs aus dem „Kirschgarten“ ähnelt, blitzt Erinnerung auf an die Theatertradition berührender Menschenbilder, an die Sascha Hawemann modern anknüpft und das Spiel fast melancholisch beschließt. “

29.04.2019, Manfred Zelt

„ Die zwei Protagonisten Arkadij Kirsanow und Jewgenij Bazarow (eindrucksvoll gespielt von Janis Kuhnt und Robert Höller) würde man heute als Revoluzzer bezeichnen. Die jungen Männer kehren vom Studium zurück in die Provinz. Als überzeugte Nihilisten stellen sie auf einmal alle überkommenen Vorstellungen infrage. … Regisseur Sascha Hawemann, der erstmals in Schwerin inszeniert, bringt den Stoff als großes Schauspielertheater auf die Bühne. Er holt das Stück ins Heute und verpasst ihm ein frisches, zuweilen sogar äußerst humorvolles Gewand. … Dennoch bleibt es harter Tobak, den Hawemann vor dem minimalistischen, fast surreal wirkenden Bühnenbild serviert. “

30.04.2019, Stefanie Büssing

Väter und Söhne

nach Turgenev von Brian Friel 
Deutsch von Inge und Gottfried Greiffenhagen 

Inszenierung Sascha Hawemann
Bühnenbild Wolf Gutjahr
Dramaturgie Jenny Flügge
Mit:
Arkadij Nikolajitsch Kirsanow Janis Kuhnt
Jewgenij Wasiljew Bazarow Robert Höller
Nikolai Petrowitsch Kirsanow Martin Brauer
 
Pawel Petrowitsch Kirsanow Jochen Fahr
Wasilij Iwanowitsch Bazarow Martin Neuhaus
Fenitschka Fedosja Nikolajewna Katia Fellin
Anna Sergejewna Odinzowa Jennifer Sabel
Katerina Sergejewna Julia Keiling
Vera, eine Revolutionärin Julia Keiling
Prokofjitsch Klaus Bieligk

Zwei junge Männer kehren vom Studium zurück in die Provinz – und glauben an nichts mehr. Die jungen Nihilisten stellen nicht nur ihre Väter, sondern gleich jegliche Autorität in Frage. Was nichts nützt soll weg, um Platz für eine neue, gerechtere Gesellschaft zu machen. Dabei stützen sich die Sozialrevolutionäre auf wissenschaftliche Erkenntnisse, während Religion, Tradition und romantische Gefühle für sie auf den Misthaufen der Geschichte gehören. Beim Besuch der Eltern – die oft gar nicht so gestrig sind, wie die Jungen meinen – wird jedoch schnell klar, dass das Leben komplizierter ist, als revolutionäre Manifeste behaupten. Wie stark ist man von der Vergangenheit bestimmt? Wo grenzt man sich ab, wo will man dazugehören? Und schlägt das Herz beim Besuch der faszinierenden Gutsbesitzerin Odinzowa und ihrer freiheitsliebenden Schwester nicht doch ein bisschen schneller?   

Väter und Söhne löste bei seiner Erscheinung 1862 Stürme der Entrüstung aus – und wurde doch zum Klassiker. Eindrücklich wird darin vom Konflikt zwischen den Generationen erzählt, von Ängsten und Hoffnungen in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs und von der Zerbrechlichkeit von Liebe und Freundschaft. Turgenjev – dieser große russische Realist und Weltbürger – zeichnet ein Gesellschaftsbild, das sowohl liebevoll als auch schonungslos ist. Und seine genaue Beobachtung von menschlichem Verhalten, von Familiendynamiken und dem Streben nach Glück hat nichts an Relevanz eingebüßt.

Sascha Hawemann, ein Kenner und Liebhaber der russischen Literatur, inszeniert erstmals in Schwerin und bringt VÄTER UND SÖHNE als großes Schauspielertheater auf die Bühne. Er war Hausregisseur am Centraltheater Leipzig und arbeitete u. a. am Theater Chemnitz, Theater Magdeburg, Maxim-Gorki-Theater Berlin, Staatstheater Nürnberg, Schauspiel Hannover, Nationaltheater Weimar, Theater Bielefeld, Theater Bonn sowie am Theater Dortmund. Seine Inszenierungen erhielten mehrfach Einladungen zu Festivals.

Stückdauer: ca. 3 Stunden, 15 Minuten , eine Pause
Premierendatum: 26.04.2019

Auszüge aus Pressestimmen

Hawemann übersetzt Turgenjews Wortgemälde-Realismus um die Sinnsuche in einer abgestandenen Gesellschaft in episodisch geschnittene Szenen: nachdenkliche, expressive, komödiantische, auch lyrische, auch witzige mit dem Hauch des Absurden. Da lodern die Emotionen. ... Charakterzeichnung aber ist das Wesen dieser an Stimmungen reichen Inszenierung auf der Bühne von Wolf Gutjahr, die zwischen fixierten und mobilen Orten viel Anregung gibt für Fantasie. ... Wenn [Jennifer Sabels Anna] mit dem Ruf „Nach Moskau“ Tschechows „Drei Schwestern“ zitiert, der Diener von Klaus Bieligk dem Lakai Firs aus dem „Kirschgarten“ ähnelt, blitzt Erinnerung auf an die Theatertradition berührender Menschenbilder, an die Sascha Hawemann modern anknüpft und das Spiel fast melancholisch beschließt.

Schweriner Volkszeitung, 29.04.2019, Manfred Zelt

Die zwei Protagonisten Arkadij Kirsanow und Jewgenij Bazarow (eindrucksvoll gespielt von Janis Kuhnt und Robert Höller) würde man heute als Revoluzzer bezeichnen. Die jungen Männer kehren vom Studium zurück in die Provinz. Als überzeugte Nihilisten stellen sie auf einmal alle überkommenen Vorstellungen infrage. … Regisseur Sascha Hawemann, der erstmals in Schwerin inszeniert, bringt den Stoff als großes Schauspielertheater auf die Bühne. Er holt das Stück ins Heute und verpasst ihm ein frisches, zuweilen sogar äußerst humorvolles Gewand. … Dennoch bleibt es harter Tobak, den Hawemann vor dem minimalistischen, fast surreal wirkenden Bühnenbild serviert.

Ostsee-Zeitung, 30.04.2019, Stefanie Büssing

Termine / Tickets

  • Mai Mi
    29
    19.30 Uhr
    Großes Haus

    Tickets kaufen

    Reservieren

  • Jun Fr
    07
    19.30 Uhr
    Großes Haus

    Tickets kaufen

    Reservieren


  • 26.04.2019
    19.30 Uhr
    Großes Haus
  • 28.04.2019
    18.00 Uhr
    Großes Haus
  • 01.05.2019
    18.00 Uhr
    Großes Haus
  • 11.05.2019
    19.30 Uhr
    Großes Haus