Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung der Aufrufe. Sie haben auf dieser Webseite die Möglichkeit personenbezogene Daten zu übermitteln. Ihr Besuch auf dieser Webseite kann von externen Unternehmen ausgewertet werden. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Hexenjagd

Drama von Arthur Miller 
Deutsch von Hannelore Limpach und Dietrich Hilsdorf 
Mitarbeit: Alexander F. Hoffmann 

Stückdauer: ca. 2 Stunden, 55 Minuten , eine Pause

Ein paar Mädchen haben im Wald getanzt. Nun stimmt mit ihnen etwas nicht. Schnell ist eine Erklärung gefunden: Hexerei. Was harmlos beginnt, entwickelt eine Eigendynamik in der Denunziation an der Tagesordnung ist. Hysterie und Aberglaube, alte Begehrlichkeiten und Feindschaften sind ein fruchtbarer Boden für eine sprichwörtliche Hexenjagd, die vor niemandem Halt macht. Selbst John Proctor, ein angesehener Bauer, kann sich ihr nicht entziehen. Seine Affäre mit dem Dienstmädchen Abigail wird ihm zum Fallstrick. Eben noch selbst wegen des unerlaubten Tanzens und eines zweifelhaften Rufs gesellschaftlich geächtet, hat das Mädchen plötzlich die Macht, Menschen mit einem Wort hinter Gitter zu bringen. Und sie ist fest entschlossen diese auch zu nutzen. Als Proctors Frau als Hexe ausgerufen wird, muss dieser schwierige Entscheidungen fällen. Ist er bereit eigene Verfehlungen öffentlich einzugestehen? Hilft es die Wahrheit zu sagen, wenn Fakten gar keine Rolle mehr spielen? An welchem Punkt beugt man sich den Umständen? Und was ist das höhere Gut: für die eigenen Überzeugungen einzustehen oder das eigene Leben zu retten?

HEXENJAGD (1953) gehört, zusammen mit TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN (1949), zu den meistgespielten Stücken Arthur Millers. Der Pulitzer-Preisträger macht sich darin die wahren Begebenheiten aus Salem, einer gottesfürchtigen amerikanischen Kleinstadt, aus dem Jahr 1692 zunutze, um das Klima der Angst zu beschreiben, das die Kommunistenjagd von Senator McCarthy Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA ausgelöst hatte. Ziel von Arthur Miller war es, ein Stück zu schreiben, das „den Menschen mit seinen Mitmenschen zeigt und inmitten seiner von ihm geschaffenen Welt.“ So beleuchtet HEXENJAGD sowohl modellhaft als auch extrem berührend, welche Auswirkungen gesellschaftliche Entwicklungen auf das Schicksal des Einzelnen haben. Gelungen ist Miller ein hellsichtiges sozialkritisches Drama über eine tief gespaltene Gesellschaft, in der Misstrauen, Vorurteile und Furcht regieren.

Der moderne Klassiker bietet wunderbare Rollen für Schauspieler und wird von Schauspieldirektor Martin Nimz als großes Ensemblestück auf die Bühne gebracht. Er richtet seinen klaren Blick für menschliches Zweifeln, Hoffen und Handeln, sein Gespür für Zwischentöne und Unausgesprochenes auf ein heute wieder erschreckend aktuelles Stück.

Die Vorstellung am Sonntag, den 12.05.2019 um 15.00 Uhr wird mit einer Live-Audiodeskription versehen, außerdem bieten wir eine Ein- und Tastführung zu HEXENJAGD an. Merh Informationen dazu finden Sie hier.
Karten für die Vorstellung erhalten Sie an der Theaterkasse. Bitte geben Sie beim Erwerb der Karte an, ob Sie an der Einführung teilnehmen und die Audiodeskription nutzen wollen. Die Kolleginnen und Kollegen an der Kasse beraten Sie gern bei der Platzwahl.

 

HEXENJAGD BACKSTAGE

Inszenierung Martin Nimz
Mit:
John Proctor Frank Wiegard
Elisabeth Proctor Jennifer Sabel
Richter Danforth Jochen Fahr
Samuel Parris Sebastian Reck
Betty Parris Isabel Will / Charlott Lehmann
Abigail Williams Stella Hinrichs
 
Mary Warren Christina Berger
Mercy Lewis Katia Fellin / Ana Yoffe
Rebecca Nurse Brigitte Peters
Ann Putnam Julia Keiling
Thomas Putnam Marko Dyrlich
Giles Corey Martin Neuhaus
Susanna Walcott Jule Meiburg
Ruth Putnam Jule Meiburg / Maike Steffen

„ Regisseur Martin Nimz lässt seine Inszenierung um den Abgrund des „Sag mir, wo du stehst!“, das Entweder-Oder der Freund-Feind-Ideologie kreisen. Vernichtung droht allen, die sich nicht eilfertig unterwerfen und – noch als Opfer – auf die Seite der Verfolger stellen. Wie autonom handelt der Mensch unter Zwang? […] Aber es gibt auch immer jene, die der Versuchung mitzulügen widerstehen. Hier ist es ein einfacher Bauer, John Proktor (geradezu physisch ringend in seinem inneren Kampf: Frank Wiegard), der sich allen Angeboten des Gerichts, sich auf die Seiten der Verfolger zu retten, zurückweist – und sich hinrichten lässt. Einem Glauben, der Blut vergießt, so weiß er, kann er nicht dienen. Eindrucksvoll die Szene mit seiner moralstrengen Frau Elizabeth (immun gegen Fanatismus: Jennifer Sabel), die ebenfalls als Hexe angeklagt ist. Von ihr will er wissen, ob er sich mittels Lüge retten solle. Das müsse er allein entscheiden, sagt sie, niemand könne ihm das abnehmen. Es ist das Drama von Gewissen und geforderter Gefolgschaft, das hier auf großartige Weise gespielt wird. “

„ Eine hochgespannt spielerische Analyse von Machtmissbrauch und Manipulation zeigt Schwerins Schauspieldirektor Martin Nimz mit seiner Inszenierung […]. In einer rustikalen, als Hütte sich senkenden, als Halle sich hebenden Bühnenarchitektur von Joachim Hamster Damm lotet er ohne modische „Überschreibungen“ und mit sparsamen optischen Effekten den Text aus. So gewinnt er fesselnde Situationen, in denen Unsicherheit und Gefahr greifbar sind. Behauptung, Nötigung, Angst. Bedrohliche Ruhe verdichtet bis zur Explosion der Emotionen. Blinde Wut, späte Reue, auch Widerstand. […] Im Rhythmus von Zuspitzung und Verharren prägnante Charaktere. Wie dem Stück vertraut Nimz den Schauspielern. Es ist ihre Stunde. […] die Elizabeth von Jennifer Sabel: berührend, einfach, leise, klug, tapfer. […] Im intensiven Ensemble Christina Berger als Dienstmädchen Mary, ein verwirrtes Häufchen Unglück […]. Und mit der alten Rebecca Nurse kehrt Brigitte Peters auf diese Bühne zurück, als Seele in Person füllt sie mitten in der Menschenverachtung mit ein paar Worten und Blicken den Raum mit Menschlichkeit. “

04.03.2019, Manfred Zelt

„ In seiner Inszenierung kombiniert Nimz Elemente der klassischen Tragödie mit komödiantischen Fragmenten. […] dem Regisseur gelingt die Gratwanderung, sodass das Stück nicht ins Lächerliche abdriftet. Vielmehr nutzt Nimz die Groteske als Mittel, um eine verzerrte Wirklichkeit aufzuzeigen, die das Grauen auf die Spitze treibt, um es damit quasi ad absurdum zu führen. […] Nimz gelingt es überzeugend, die verschiedenen ethischen Positionen der Dorfgemeinschaft herauszuarbeiten. Und so offenbart sich mit dem Tod Proctors, der schließlich für seine Überzeugung stirbt, die eigentliche Botschaft des Stückes: „Lass niemand Richter über dich sein. Es gibt keinen höheren Richter unter der Sonne, als du selbst.“ “

04.03.2019, Stefanie Büssing

Hexenjagd

Drama von Arthur Miller 
Deutsch von Hannelore Limpach und Dietrich Hilsdorf 
Mitarbeit: Alexander F. Hoffmann 

Inszenierung Martin Nimz
Mit:
John Proctor Frank Wiegard
Elisabeth Proctor Jennifer Sabel
Richter Danforth Jochen Fahr
Samuel Parris Sebastian Reck
Betty Parris Isabel Will / Charlott Lehmann
Abigail Williams Stella Hinrichs
 
Mary Warren Christina Berger
Mercy Lewis Katia Fellin / Ana Yoffe
Rebecca Nurse Brigitte Peters
Ann Putnam Julia Keiling
Thomas Putnam Marko Dyrlich
Giles Corey Martin Neuhaus
Susanna Walcott Jule Meiburg
Ruth Putnam Jule Meiburg / Maike Steffen

Ein paar Mädchen haben im Wald getanzt. Nun stimmt mit ihnen etwas nicht. Schnell ist eine Erklärung gefunden: Hexerei. Was harmlos beginnt, entwickelt eine Eigendynamik in der Denunziation an der Tagesordnung ist. Hysterie und Aberglaube, alte Begehrlichkeiten und Feindschaften sind ein fruchtbarer Boden für eine sprichwörtliche Hexenjagd, die vor niemandem Halt macht. Selbst John Proctor, ein angesehener Bauer, kann sich ihr nicht entziehen. Seine Affäre mit dem Dienstmädchen Abigail wird ihm zum Fallstrick. Eben noch selbst wegen des unerlaubten Tanzens und eines zweifelhaften Rufs gesellschaftlich geächtet, hat das Mädchen plötzlich die Macht, Menschen mit einem Wort hinter Gitter zu bringen. Und sie ist fest entschlossen diese auch zu nutzen. Als Proctors Frau als Hexe ausgerufen wird, muss dieser schwierige Entscheidungen fällen. Ist er bereit eigene Verfehlungen öffentlich einzugestehen? Hilft es die Wahrheit zu sagen, wenn Fakten gar keine Rolle mehr spielen? An welchem Punkt beugt man sich den Umständen? Und was ist das höhere Gut: für die eigenen Überzeugungen einzustehen oder das eigene Leben zu retten?

HEXENJAGD (1953) gehört, zusammen mit TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN (1949), zu den meistgespielten Stücken Arthur Millers. Der Pulitzer-Preisträger macht sich darin die wahren Begebenheiten aus Salem, einer gottesfürchtigen amerikanischen Kleinstadt, aus dem Jahr 1692 zunutze, um das Klima der Angst zu beschreiben, das die Kommunistenjagd von Senator McCarthy Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA ausgelöst hatte. Ziel von Arthur Miller war es, ein Stück zu schreiben, das „den Menschen mit seinen Mitmenschen zeigt und inmitten seiner von ihm geschaffenen Welt.“ So beleuchtet HEXENJAGD sowohl modellhaft als auch extrem berührend, welche Auswirkungen gesellschaftliche Entwicklungen auf das Schicksal des Einzelnen haben. Gelungen ist Miller ein hellsichtiges sozialkritisches Drama über eine tief gespaltene Gesellschaft, in der Misstrauen, Vorurteile und Furcht regieren.

Der moderne Klassiker bietet wunderbare Rollen für Schauspieler und wird von Schauspieldirektor Martin Nimz als großes Ensemblestück auf die Bühne gebracht. Er richtet seinen klaren Blick für menschliches Zweifeln, Hoffen und Handeln, sein Gespür für Zwischentöne und Unausgesprochenes auf ein heute wieder erschreckend aktuelles Stück.

Die Vorstellung am Sonntag, den 12.05.2019 um 15.00 Uhr wird mit einer Live-Audiodeskription versehen, außerdem bieten wir eine Ein- und Tastführung zu HEXENJAGD an. Merh Informationen dazu finden Sie hier.
Karten für die Vorstellung erhalten Sie an der Theaterkasse. Bitte geben Sie beim Erwerb der Karte an, ob Sie an der Einführung teilnehmen und die Audiodeskription nutzen wollen. Die Kolleginnen und Kollegen an der Kasse beraten Sie gern bei der Platzwahl.

 

HEXENJAGD BACKSTAGE

Stückdauer: ca. 2 Stunden, 55 Minuten , eine Pause

Auszüge aus Pressestimmen

Regisseur Martin Nimz lässt seine Inszenierung um den Abgrund des „Sag mir, wo du stehst!“, das Entweder-Oder der Freund-Feind-Ideologie kreisen. Vernichtung droht allen, die sich nicht eilfertig unterwerfen und – noch als Opfer – auf die Seite der Verfolger stellen. Wie autonom handelt der Mensch unter Zwang? […] Aber es gibt auch immer jene, die der Versuchung mitzulügen widerstehen. Hier ist es ein einfacher Bauer, John Proktor (geradezu physisch ringend in seinem inneren Kampf: Frank Wiegard), der sich allen Angeboten des Gerichts, sich auf die Seiten der Verfolger zu retten, zurückweist – und sich hinrichten lässt. Einem Glauben, der Blut vergießt, so weiß er, kann er nicht dienen. Eindrucksvoll die Szene mit seiner moralstrengen Frau Elizabeth (immun gegen Fanatismus: Jennifer Sabel), die ebenfalls als Hexe angeklagt ist. Von ihr will er wissen, ob er sich mittels Lüge retten solle. Das müsse er allein entscheiden, sagt sie, niemand könne ihm das abnehmen. Es ist das Drama von Gewissen und geforderter Gefolgschaft, das hier auf großartige Weise gespielt wird.

Eine hochgespannt spielerische Analyse von Machtmissbrauch und Manipulation zeigt Schwerins Schauspieldirektor Martin Nimz mit seiner Inszenierung […]. In einer rustikalen, als Hütte sich senkenden, als Halle sich hebenden Bühnenarchitektur von Joachim Hamster Damm lotet er ohne modische „Überschreibungen“ und mit sparsamen optischen Effekten den Text aus. So gewinnt er fesselnde Situationen, in denen Unsicherheit und Gefahr greifbar sind. Behauptung, Nötigung, Angst. Bedrohliche Ruhe verdichtet bis zur Explosion der Emotionen. Blinde Wut, späte Reue, auch Widerstand. […] Im Rhythmus von Zuspitzung und Verharren prägnante Charaktere. Wie dem Stück vertraut Nimz den Schauspielern. Es ist ihre Stunde. […] die Elizabeth von Jennifer Sabel: berührend, einfach, leise, klug, tapfer. […] Im intensiven Ensemble Christina Berger als Dienstmädchen Mary, ein verwirrtes Häufchen Unglück […]. Und mit der alten Rebecca Nurse kehrt Brigitte Peters auf diese Bühne zurück, als Seele in Person füllt sie mitten in der Menschenverachtung mit ein paar Worten und Blicken den Raum mit Menschlichkeit.

Schweriner Volkszeitung, 04.03.2019, Manfred Zelt

In seiner Inszenierung kombiniert Nimz Elemente der klassischen Tragödie mit komödiantischen Fragmenten. […] dem Regisseur gelingt die Gratwanderung, sodass das Stück nicht ins Lächerliche abdriftet. Vielmehr nutzt Nimz die Groteske als Mittel, um eine verzerrte Wirklichkeit aufzuzeigen, die das Grauen auf die Spitze treibt, um es damit quasi ad absurdum zu führen. […] Nimz gelingt es überzeugend, die verschiedenen ethischen Positionen der Dorfgemeinschaft herauszuarbeiten. Und so offenbart sich mit dem Tod Proctors, der schließlich für seine Überzeugung stirbt, die eigentliche Botschaft des Stückes: „Lass niemand Richter über dich sein. Es gibt keinen höheren Richter unter der Sonne, als du selbst.“

Ostsee-Zeitung, 04.03.2019, Stefanie Büssing

Termine / Tickets

  • Okt Sa
    19
    19.30 Uhr
    Großes Haus

    Tickets kaufen

    Reservieren

  • Nov Sa
    16
    19.30 Uhr
    Großes Haus

    Tickets kaufen

    Reservieren


  • 05.04.2019
    19.30 Uhr
    Großes Haus
  • 11.04.2019
    19.30 Uhr
    Großes Haus
  • 18.04.2019
    19.30 Uhr
    Großes Haus
  • 02.05.2019
    19.30 Uhr
    Großes Haus
  • 12.05.2019
    15.00 Uhr
    Großes Haus
  • 26.05.2019
    18.00 Uhr
    Großes Haus
  • 27.05.2019
    10.30 Uhr
    Großes Haus
  • 14.06.2019
    19.30 Uhr
    Großes Haus