Welttheatertag 2022

Zum Welttheatertag 2022 schauen wir zurück auf die erste Hälfte einer Spielzeit, in der trotz Einschränkungen und Unterbrechungen so vieles wieder möglich ist - nicht zuletzt auch wegen derjenigen Mitarbeiter:innen, die hinter den Kulissen ihren Teil beitragen. Wir haben im Haus herumgefragt: was war bisher euer schönster, intensivster oder aufregendster Theatermoment der Spielzeit?

„Am Eckhofplatz haben wir im Rahmen des Kunstrasens Marktstände und die Treppe vorm Theater gebaut und dachten erst, mal gucken, was das so wird. Aber dann war es spektakulär schön, hochgemütlich und modern.
Außerdem war Le Grand Macabre für mich etwas besonderes, weil es erstens für uns ein sehr aufwändiger riesiger Bau war, für unsere Verhältnisse wie drei Stücke. Und zweitens das Erlebnis als Zuschauer, wie man auf der sich drehenden Bühne saß, war ja sowas von gigantisch und überwältigend.“

Ute Rohrbeck, Leiterin Malsaal

 

„Der Bühnenraum von Le Grand Macabre hat mich bei der Komplettprobe vom ersten Augenblick an fasziniert.“

Katja Lorenz, Leiterin Künstlerisches Betriebsbüro

Le Grand Macabre (c) Silke Winkler
In „Le Grand Macabre“ sitzt das Publikum auf der sich drehenden Bühne.

„Den Abend des Mitarbeiterfestes auf dem Kunstrasen am Anfang der Spielzeit, weil sich hier Alt und Neu zusammengetan hat. Man kannte sich auch vorher schon ein wenig, aber das hat einen näher zusammengebracht.“
Jana Ahlgrim, Assistentin des Generalintendanten und Geschäftsführers

 
„Die ehrliche Freude von  TIM* e.V. (trans* und inter* Menschen in Mecklenburg) über die Repräsentation durch Hedwig und dass dieses queere Thema hier in Mecklenburg-Vorpommern so verhandelt wird.“
Thomas Helmut Heep, Regieassistent und Regisseur von Hedwig and the Angry Inch

 

„Der 22. Februar, der Tag an dem wir wieder eröffnen durften. Ich freue mich einfach, dass wir wieder präsent sind und, dass ich auch selber privat wieder ins Theater gehen kann. Ich gehe jetzt in Von Mäusen und Menschen, das wollte ich mir schon länger mal angucken.“

Silke Cords, Finanzbuchhaltung

 

„Die Generalprobe des 4. Sinfoniekonzerts, bei der das Orchester wieder in so einer großen Besetzung auf der Bühne sitzen konnte. Und generell, dass sie nach der langen Pause wieder spielen können ist einfach wunderbar.“

Ilka Hermann, Büro Orchesterdirektion, Notenarchiv, Bibliothek

 

„Für mich war das erste Konzert mit großem Publikum ein sehr berührender Moment. Und nicht lediglich wegen der Musik: die Veranstaltung war ausverkauft und trotz Platzierung im Schachbrettmuster hat das einen richtig kräftigen, schönen, volltönenden Applaus gegeben, wie man ihn während der Pandemie kaum hören konnte. Das ganze Konzert war wunderbar, aber dass wir jetzt wieder gemeinsam Kunst erleben können, ist mir erst richtig bewusstgeworden, als ich diesen Applaus gehört habe.“

Dorothee Pahnke, Öffentlichkeitsarbeit & Marketing

Sitzbänke und Girlanden auf dem Ekhofplatz vor dem Theater
Beim „Kunstrasen“ zum Beginn der Spielzeit lernten sich Hausmitarbeiter:innen und Publikum kennen.

Alle Theaterfreunde waren gespannt auf den Neustart im Staatstheater und er gelang bestens mit der Spielzeiteröffnung im Freien auf dem Ekhofplatz. Für mich war dieser Auftakt durch seine Vielseitigkeit schon ein erster Höhepunkt in der Spielzeit. Man kam sehr schnell mit den Theatermachern und dem Publikum in interessante Gespräche. Die folgenden Premieren boten bestes Theater. Das Wagnis, Ungewöhnliches auf die Bühne zu bringen, ging auf!

Nach dem  Neustart im Februar habe ich mich besonders auf das Schauspiel Solo Sunny gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht, das Volkshaus Mecklenburg in Crivitz war genau der richtige Ort für das Stück. Die Inszenierung hat Spaß gemacht und die Beteiligten waren bestens drauf. So konnte ich gut gelaunt, aber auch nachdenklich, nach Hause fahren, obwohl gerade in der jetzigen politischen Situation immer das Entsetzen präsent ist.

Gerade deshalb glaube ich heute, dass unser Wahlspruch „Theater muss sein!“ nach wie vor gilt.

Dr. Michael Jungrichter, Vorsitzender der Theaterfreunde Schwerin e.V.

„Was ich immer wieder schön finde ist, dass das, was man auf dem Papier geplant hat, dann auch in echt so aussieht. Es wird zwar oft noch was geändert, aber es ist immer wieder schön, wenn sich das, was man sich gedacht hat, auch in der fertigen Arbeit wiedergespiegelt wird.
Ein anderer Lieblingsmoment: Es gab eine Umbesetzung bei Nacht ohne Morgen und deshalb mussten wir eine kleinere Kopie eines Kostüms anfertigen. Das war eine historische Jacke aus dem Fundus, ursprünglich mittelgrau mit Ornamenten, Spitze und langen Ärmeln - und das ist draus geworden (siehe Foto).“
Vera Färber, Damengewandmeisterin

Zwei dunkle ärmellose Jacken sind Teil des Kostümbilds von „Nacht ohne Morgen“
Für das Ballett „Nacht ohne Morgen“ wurde eine historische Jacke aus dem Fundus umgearbeitet.

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