Die Ratten

Berliner Tragikomödie von Gerhart Hauptmann 

Mit seiner 1911 uraufgeführten „Berliner Tragikomödie“ blickt Gerhart Hauptmann hinter die Fassade eines Mietshauses und auf die sich kreuzenden Schicksale der Bewohner. So streitet Ex-Theaterdirektor Hassenreuter mit dem Theologiestudenten Spitta noch darüber, was in der Kunst eine gute Tragödie ausmacht, während andernorts bereits das ganz reale Drama um das Kind des polnischen Dienstmädchens Pauline Piperkarcka und das gekaufte Glück der Frau von Maurerpolier John seinen tödlichen Lauf nimmt.

Steffi Kühnert spielte u. a. am Wiener Burgtheater, am Residenztheater München und am Deutschen Theater Berlin. Einem breiten Publikum wurde sie durch zahlreiche Rollen in Film- und Fernsehproduktionen bekannt. Mit Halt auf freier Strecke in der Regie von Andreas Dresen war sie für den Deutschen Filmpreis nominiert. DIE RATTEN ist ihre erste Regiearbeit am Theater.

Inszenierung Steffi Kühnert
Dramaturgie Nina Steinhilber
Mit:
Harro Hassenreuter, ehemaliger Theaterdirektor Martin Brauer
Walburga, seine Tochter Hannah Ehrlichmann
Erich Spitta, ehemaliger Theologiestudent Flavius Hölzemann
 
Herr John, Maurerpolier Jochen Fahr
Frau John, Putzkraft von Hassenreuter Katrin Heinrich
Bruno Mechelke, ihr Bruder Janis Kuhnt
Pauline Piperkarcka, Dienstmädchen Stella Hinrichs
Selma Knobbe Christina Berger
Frau Kielbacke Julia Keiling
Emil Rüdiger Daas

„ Kühnerts Team nimmt sich das vertrackte Stück mit wuchtiger Pranke vor, fegt allen Staub aus der ollen Kamelle und haut uns ein Trauerspiel ganz von heute um die Ohren. Joachim "Hamster" Damm hat den Dachboden im Mietshaus zum Keller umgemodelt – hier unten residiert im gedanklichen Fundus glücklicher Theaterlebenszeiten der alte Direktor Harro Eberhard Hassenreuter; und Martin Brauer zaubert aus dieser immer besonders staubig tönenden Rolle eine wirklich dröhnend schöne Zeitgeist-Miniatur – ein übrig gebliebener Ex-Intellektueller, dessen Trauer über alles Vergangene sich in lärmendes Gezeter über die verkommene Gegenwart wandelt. [...] Toll. [...] Kühnert hat dem kompletten Ensemble 150 Prozent Emotion verordnet. [...] Steffi Kühnert hat dem ollen Hauptmann ganz viel abenteuerliche Überraschung zurückgegeben. Und das Stück sieht plötzlich so modern aus wie es damals, vor 105 Jahren, ja gewirkt haben muss. “

„ Die Schauspielerin Kühnert inszeniert keine modische Performance, sondern intensiv Dramatik, nämlich Situationen, Konflikte, Nöte, Brüche. Menschenbilder also: wütend und plötzlich still, aggressiv und plötzlich mit zärtlicher Pose. Anschaulich wird, was Hauptmann formuliert hat: leidende, getriebene, gestoßene Menschen, denen ihr Schicksal „geschieht“, die ohnmächtig sind, unentrinnbar verstrickt ins Unglück. Da weht ein Hauch von antikem Drama im Souterrain der Gesellschaft. Es bedarf keiner aufgesetzten Zeichen, dass Scheitern und Absturz vor sich gehen, die elend nah sind ... Starker Premierenbeifall für starkes Theater der Schauspieler. “

09.01.2017, Schweriner Volkszeitung, Manfred Zelt

„ Über 100 Jahre ist Gerhart Hauptmanns 1911 uraufgeführtes Schauspiel „Die Ratten“ alt – in der neuen Inszenierung im Schweriner E-Werk fesselt es, in geschickt gestraffter Version, mit unglaublich lebendiger Strahlkraft ... Die bekannte Schauspielerin Steffi Kühnert (lässt) in ihrem großartigen Regiedebüt die Figuren ... hölzern, rabiat, mal solidarisch, dann – je nach Interessenlage – brutal unsolidarisch gegeneinander handeln. Und lässt mit dieser schonungslosen und unsentimentalen Konsequenz ihrer Inszenierung den Sound und Habitus des Prekariats zum Kunstereignis werden. “

09.01.2017, Ostsee-Zeitung, Dietrich Pätzold

Die Ratten

Berliner Tragikomödie von Gerhart Hauptmann 

Inszenierung Steffi Kühnert
Dramaturgie Nina Steinhilber
Mit:
Harro Hassenreuter, ehemaliger Theaterdirektor Martin Brauer
Walburga, seine Tochter Hannah Ehrlichmann
Erich Spitta, ehemaliger Theologiestudent Flavius Hölzemann
 
Herr John, Maurerpolier Jochen Fahr
Frau John, Putzkraft von Hassenreuter Katrin Heinrich
Bruno Mechelke, ihr Bruder Janis Kuhnt
Pauline Piperkarcka, Dienstmädchen Stella Hinrichs
Selma Knobbe Christina Berger
Frau Kielbacke Julia Keiling
Emil Rüdiger Daas

Mit seiner 1911 uraufgeführten „Berliner Tragikomödie“ blickt Gerhart Hauptmann hinter die Fassade eines Mietshauses und auf die sich kreuzenden Schicksale der Bewohner. So streitet Ex-Theaterdirektor Hassenreuter mit dem Theologiestudenten Spitta noch darüber, was in der Kunst eine gute Tragödie ausmacht, während andernorts bereits das ganz reale Drama um das Kind des polnischen Dienstmädchens Pauline Piperkarcka und das gekaufte Glück der Frau von Maurerpolier John seinen tödlichen Lauf nimmt.

Steffi Kühnert spielte u. a. am Wiener Burgtheater, am Residenztheater München und am Deutschen Theater Berlin. Einem breiten Publikum wurde sie durch zahlreiche Rollen in Film- und Fernsehproduktionen bekannt. Mit Halt auf freier Strecke in der Regie von Andreas Dresen war sie für den Deutschen Filmpreis nominiert. DIE RATTEN ist ihre erste Regiearbeit am Theater.

Stückdauer: 1 Std., 45 MIn.
Premierendatum: 06.01.2017

Kühnerts Team nimmt sich das vertrackte Stück mit wuchtiger Pranke vor, fegt allen Staub aus der ollen Kamelle und haut uns ein Trauerspiel ganz von heute um die Ohren. Joachim "Hamster" Damm hat den Dachboden im Mietshaus zum Keller umgemodelt – hier unten residiert im gedanklichen Fundus glücklicher Theaterlebenszeiten der alte Direktor Harro Eberhard Hassenreuter; und Martin Brauer zaubert aus dieser immer besonders staubig tönenden Rolle eine wirklich dröhnend schöne Zeitgeist-Miniatur – ein übrig gebliebener Ex-Intellektueller, dessen Trauer über alles Vergangene sich in lärmendes Gezeter über die verkommene Gegenwart wandelt. [...] Toll. [...] Kühnert hat dem kompletten Ensemble 150 Prozent Emotion verordnet. [...] Steffi Kühnert hat dem ollen Hauptmann ganz viel abenteuerliche Überraschung zurückgegeben. Und das Stück sieht plötzlich so modern aus wie es damals, vor 105 Jahren, ja gewirkt haben muss.

Die Schauspielerin Kühnert inszeniert keine modische Performance, sondern intensiv Dramatik, nämlich Situationen, Konflikte, Nöte, Brüche. Menschenbilder also: wütend und plötzlich still, aggressiv und plötzlich mit zärtlicher Pose. Anschaulich wird, was Hauptmann formuliert hat: leidende, getriebene, gestoßene Menschen, denen ihr Schicksal „geschieht“, die ohnmächtig sind, unentrinnbar verstrickt ins Unglück. Da weht ein Hauch von antikem Drama im Souterrain der Gesellschaft. Es bedarf keiner aufgesetzten Zeichen, dass Scheitern und Absturz vor sich gehen, die elend nah sind ... Starker Premierenbeifall für starkes Theater der Schauspieler.

09.01.2017, Schweriner Volkszeitung, Manfred Zelt

Über 100 Jahre ist Gerhart Hauptmanns 1911 uraufgeführtes Schauspiel „Die Ratten“ alt – in der neuen Inszenierung im Schweriner E-Werk fesselt es, in geschickt gestraffter Version, mit unglaublich lebendiger Strahlkraft ... Die bekannte Schauspielerin Steffi Kühnert (lässt) in ihrem großartigen Regiedebüt die Figuren ... hölzern, rabiat, mal solidarisch, dann – je nach Interessenlage – brutal unsolidarisch gegeneinander handeln. Und lässt mit dieser schonungslosen und unsentimentalen Konsequenz ihrer Inszenierung den Sound und Habitus des Prekariats zum Kunstereignis werden.

09.01.2017, Ostsee-Zeitung, Dietrich Pätzold

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